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AI Arts erstellen mit Midjourney: Der Ratgeber

Lesedauer:
6 Minuten

Künstliche Intelligenz und sogenannte AI Arts, also Bilder, die von künstlicher Intelligenz erstellt werden, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit im Netz. Der Platzhirsch unter den Programmen, mit denen man solche AI Bilder generieren lassen kann, ist wohl Midjourney.
Wie einfach man solche künstlichen Bilder erstellen kann, worauf man achten sollte und eine Liste mit vorgefertigten Kommandos (“prompts”) für Midjourney zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Midjourney ist ein Text-to-Image-Tool, das durch künstliche Intelligenz (KI) visuelle Kunst, Bilder und Grafiken erstellen kann. Da es ein Online-Tool ist, kann man es über den eigenen Webbrowser bedienen, oder aber die entsprechende App am Desktop und sogar am Smartphone kostenlos installieren. Du gibst Befehle per Sätze oder Stichworte ein und das Tool designt dir dein gewünschtes Bild. Im Moment sorgt das Programm für ordentlichen Wirbel im Netz und wird bereits millionenfach von Usern weltweit genutzt. Gestartet wurde Midjourney im Juli 2022 und befindet sich daher noch in Kinderschuhen, aber es gibt laufend Updates, die das Nutzererlebnis stetig verbessern. Es macht immer mehr Spaß, dieses Programm zu nutzen.

Um Midjourney nutzen zu können, benötigst du einen Account bei Discord. Das ist ein kostenloses Chat-Tool. Die Erstellung der Bilder erfolgt über einen öffentlichen Chatroom, in dem alle Personen ihre Bilder designen können. Dementsprechend sind deine erstellten Bilder auch für andere sichtbar und können heruntergeladen werden. Die Bilder unterliegen keinem Copyright, so kannst du dir auch selbst von anderen Ideen und Inspirationen holen. Mehr Informationen zu den Nutzungsrechten findest du weiter unten in diesem Beitrag. Du startest am besten in einem “newbies”-Kanal und kannst dort deine Befehle, Keywords, Kommandos und Sätze eingeben, um ein Bild zu erstellen. Dazu aber später mehr.

In einem Chatraum angekommen, kannst du mit Befehlen (“prompts”) damit beginnen, dein gewünschtes Bild erstellen zu lassen. Eine Liste von vorgefertigten “prompts” findest du weiter unten in diesem Beitrag. Diese “prompts” erklären Midjourney wie das Bild aussehen soll – umso mehr Details du angibst, desto genauer und besser wird dein Bild. Ganz am Anfang von jeder Eingabe muss der Befehl “/imagine” eingegeben werden, gefolgt von den “prompts”. Der Befehl “/imagine” eröffnet sozusagen die Bilderstellung für Midjourney. Wichtig ist dabei zu wissen, dass das komplette Programm in Englisch zu verwenden ist. Nach deiner Angabe rendert Midjourney für dich vier Vorschaubilder, die sich in kleinen Details unterscheiden. Diese Vorschläge kannst du nochmal mit neuen Befehlen verbessern oder du lässt dein gewünschtes Bild in voller Auflösung rendern. Dieses kannst du dann auf deinem Rechner oder deinem Smartphone speichern.

Ein Beispiel für einen Befehl wäre folgende Eingabe:

/imagine Landscape with a big forest, sunset sky, dramatic light, dark theme

Übersetzt bedeutet dies, dass Midjourney ein Bild von einer Landschaft mit einem großen Wald darstellen soll. Der Himmel sollte sich mit dramatischem Licht in Sonnenuntergangsstimmung befinden. Das gesamte Bild sollte im “Dark Theme” – also düster – gestaltet werden.

Bei den kostenpflichtigen Abos von Midjourney (Preise findest du weiter unten) geht es nicht darum, wie viele Bilder du im Monat erstellen kannst, sondern das Programm rechnet nach GPU-time ab.

GPU ist die Abkürzung für “Graphic Processor Unit”. Die GPU berechnet die angezeigten Pixel und ohne ein GPU könnten Daten nicht visualisiert werden. Klingt kompliziert oder? Die kurze Erklärung dafür: Je höher die Bildqualität, desto länger rechnet die GPU 😉

Das Programm bietet dem Nutzer zwei verschiedene Modi an, die die Erstellungszeit eines Bildes beeinflussen. Schnell oder langsam – wie der Name schon sagt.

Beim Relaxed-Modus kommen deine Befehle zuerst in eine Warteschlange, wo sich auch die von den anderen Nutzern befinden. Diese werden nach und nach abgearbeitet und wenn deine “prompts” an der Reihe sind, wird auch dein Bild schön langsam erstellt. Erfahrungen zufolge kann es im Relaxed-Mode bis zu 15 Minuten dauern, bis ein Bild fertig erstellt wurde.

Im Fast-Modus kommen deine Befehle nicht in eine Warteschlange, sondern werden innerhalb von ein paar Minuten bearbeitet. Um sicherzugehen, in welchem Modus du dein Bild erstellen lässt, gib einfach am Schluss deiner Befehle den Text “/relaxed” oder “/fast” ein.

Wie bereits oben erwähnt, ist der Beta-Account völlig kostenlos. Der Nachteil daran: Über diesen Account kannst du dir nur 25 Bilder designen lassen – und nein, nicht monatlich, sondern insgesamt. Es gibt drei verschiedene Abos, die wir dir hier anschließend aufgelistet haben.

Mit einem kostenlosen Midjourney-Account darfst du deine Werke nur unter der Lizenz “Creative Commons Noncommercial 4.0 Attribution International” nutzen. Bedeutet: Privat darfst du deine Bilder teilen und herzeigen, aber für kommerzielle Zwecke sind die Bilder nicht erlaubt. Und du musst auf jeden Fall einen Bild- bzw. Urheberrechtsnachweis ersichtlich anbringen – zum Beispiel “© 2023 Midjourney”.

Bei den Abos, die du monatlich zahlst, sieht das natürlich anders aus. Hier darfst du die Bilder kommerziell nutzen. Du dürftest sie sogar auf Verkaufsplattformen wie Shutterstock oder Getty Images zum Verkauf anbieten.


Damit du als Neuling in Midjourney mehr Freude hast und das Erstellen von Bildern richtig Spaß macht, haben wir für dich einige vorgefertigte “prompts” – also Presets – erstellt. Diese kannst du dir völlig kostenlos bei uns als PDF herunterladen. Die gewünschten Kommandos können bequem kopiert und bei Midjourney eingefügt werden. Diese sind in verschiedene Kategorien unterteilt, wie zum Beispiel Portrait, Cartoon, Tiere, Logo, Architektur, Science-Fiction und vieles mehr. Die Bilder werden mit diesen Vorlagen realistischer und du erhältst bessere Ergebnisse.

Kostenloser Download:

Dateigröße: 4,5 MB

2 Gedanken zu „AI Arts erstellen mit Midjourney: Der Ratgeber“

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